Mai

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Wir haben Größeres vor, so klingelt ausnahmsweise Mal der Wecker und das auch noch sehr früh. Es hat sich viel Wind angesagt und so lösen wir bereits um 9 Uhr die Leinen. Zunächst geht es unter Maschine durch den Fehmarn Sund. Hinter der Sund Brücke ziehen wir das Vorsegel zu dreiviertel und unter schweren Bedingungen kreuzen wir der Küste entlang. Auf Backbordbug haben wir erträgliche Wellen und eine gute Geschwindigkeit, dafür kommen wir dem Ziel nur wenig näher. Auf Steuerbordbug bremsen uns die Wellen immer wieder aus, dafür ist die Richtung fast richtig. Maria Jose haben wir schnell hinter uns aus den Augen verloren. Louise, die etwas später gestartet ist sehen wir in einiger Entfernung langsam vorbeiziehen. Scheint wirklich besser zu segeln. Nach 19 Wenden sind wir in der Kieler Förde und motoren das letzte Stück nach Strande. In der Dämmerung sehen wir noch etwas Dunkles im Fahrwasser, was sich bei näherer Betrachtung als Schubverband entpuppt. Schließlich finden wir auch noch im Halbdunkel die Einfahrt von Strande. Ein Taschenlampensignal zeigt uns einen für Cassiopeia frei gehaltenen Liegeplatz. Wir sind sehr erstaunt, als Oliver unsere Vorleine annimmt.  Letztlich hat nur die Cassiopeia den längsten Teil der Strecke ersegelt und nur durch den Einsatz des Dieselsegels konnten die beiden anderen Schiffe das Ziel schneller erreichen.

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