Jul

28

Wir müssen nach Heiligenhafen, denn heute steigt die Crewzahl kurzzeitig auf fünf. Doch es macht beinahe den Anschein, als würden uns die Angelschnüre der Nachbarskinder in unserer Heckleine am Auslaufen hindern wollen. Auch die Cassiopeia verlässt die Box heute nur sehr trotzig und fast mitfühlend winkt uns der Nachbarskipper hinterher. Kurz hinter der Hafenausfahrt wissen wir auch warum: Das Wetter sieht furchtbar aus, der Wind pfeift mit 7-8 Bft. und Rasmus bietet mit 2/2,5 Meter Wellen auf. Wir ketten uns fest und legen Kurs auf die deutsche Küste.

Die nächsten 5 Stunden sind geprägt von Einsamkeit auf See, unzähligen Monsterwellen, Platzregen, Reiswaffeln und Plastikbeuteln.
(Zwischenzeitlich sind wir darüber erstaunt, dass die Cassiopeia auch mit nur drei Quadratmetern Genua eine Spitzengeschwindigkeit von 8 Knoten erreichen kann.)

Auf etwas wackeligen Beinen erreichen wir in Rekordzeit und wohlbehalten unser Ziel. Es bleibt genügend Zeit die Mägen mit einem kleinen Mittagssnack zu beruhigen, bevor wir mit den Autos nach Eckernförde übersetzen und mit Gerlinde unser fünftes Crewmitglied einsammeln. (Angeblich sieht man uns die letzten Stunden noch an…)

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