Jul

25

Der Sturm ist kurzerhand ausgeblieben, der DWD hat ihn spontan auf den nächsten Tag verschoben. Also wollen wir heute noch die günstige Gelegenheit nutzen, Rudkøbing zu erreichen. Nach einem kurzen Auffüllen der Lebernsmittelvorräte machen wir uns auf die Socken. Die Cassiopeia schießt elegant mit 7 Knoten über den großen Belt, schnell lassen wir die Brücke hinter uns. Kaum haben wir den Kurs gen Süden geändert, verlässt uns Rasmus bereits wieder: Am Horizont ziehen dunkle Wolken auf, die berühmte Ruhe vor dem Sturm macht sich breit. Schleunigst bergen wir die Segel und setzen Kurs auf den nahen Hafen LUNDEBORG. Thor lässt die ersten Blitze zucken, das Donnergrollen klingt wenig vertrauenswürdig, doch mit einsetzendem Platzregen erreichen wir rechtzeitig den Hafen. Die wenigen freien Boxen sind zu schmal und eine andere deutsche Yacht weist uns trotz des ekligen Wetters freundlich aber bestimmt ab. Im Fischereihafen finden wir dafür aber eine umso gastfreundschaftlichere Kaimauer. Die Cassiopeia wird sicher vertäut und die aktuellen Wetterberichte herunter geladen: Wir erklären den folgenden Sonntag zum Hafentag!

Der Hafen von Lundeborg ist winzig, hat aber dennoch zwei Hafenmeister. So erfahren wir zur Freude der Bordkasse, dass wir im deutlich günstigeren Hafenbecken gelandet sind…

Wind und Regen setzen wieder ein, also verbringen wir den Sturm über mit einem rasanten Kartenspiel unter Deck – wir waren definitiv lauter. Der Abend klingt gemütlich mit einer verstopften Bordtoilette aus.

Comment Feed

No Responses (yet)



Some HTML is OK

or, reply to this post via trackback.