Jul

31

Der Weg nach Warnemünde ist kurz. Wir starten unter Vorsegel und nehmen später das Groß dazu. Der Wind dreht seine Kreise und wir kommen unserem Ziel  ohne Wende immer näher. Zum Schluss starten wir doch noch die Maschine.

Hohe Düne ist nicht mehr das, was es mal war. Die Fassaden wirken in die Jahre gekommen und was viel schlimmer ist: Die Stege mit den Sanitäranlagen sind den Festliegern vorbehalten.

Wir fahren also in die Gasse ein, an deren Ende das Sanitärgebäude liegt. Wir mach in Box 1 fest. Näher geht nicht.

Die Entscheidung, ob wir nach Warnemünde übersetzen oder den Italiener im Hafen besuchen, übernimmt Petrus. Er öffnet alle Schleusen und wirft das Wasser aus Eimern auf uns. In einer kurzen Pause eilen wir zum Italiener. Eine gute Entscheidung.

Jul

30

… begleiten uns über den Tag!

Heute steht mal wieder ein bisher nicht erkundeter Hafen auf dem Plan. Es geht nach Kühlungsborn.

Mit leichtem Wind von achtern wäre eigentlich der Gennaker angesagt. Bei der feuchten Luft entscheiden wir uns trotzdem für die Genua. So lassen wir uns mit 3-4 kn über die Wellen ziehen.

Immer wieder wechseln sich trockene und tröpfelnde Phasen ab. Die Sonne lässt sich nicht blicken.

Der Hafen von Kühlungsborn ist rappelvoll. Wir ergattern die letzte grüne Box am Schwimmsteg mit Ausleger in der letzten Ecke. Wir hätten nicht erwartet, dass die Tiefe hier noch ausreicht.

Auf der Suche nach dem Hafenmeister findet Bernd noch ein paar grüne Flecken längsseits am Außensteg. Die werden sicher auch noch belegt.

Mit neuen Batterien heizen wir den Grill an. Als der Regen zunimmt, steht der Grill auch vor dem Niedergang nicht mehr trocken. Kurzerhand muss er auf die Navi umziehen. Das erzählen wir lieber niemandem… ;-)

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Jul

29

Als wir starten, weiß der Wind nicht recht, was er tun soll. Hinter Langeland dreht er in alle Richtungen. Erst als wir die Insel hinter uns lassen, stabilisiert der leichte Wind sich auf östl. Richtung und wir setzen den Gennaker. Wir kommen eine ganze Weile gut voran.

Als der Wind einschläft, wird Bernd wach: Schwimmen ist angesagt. Nachdem er ein paar Meter neben dem Schiff her geschwommen ist, zieht er es doch vor, den Rettungsring zu greifen und sich mit gut 4kn von der Cassiopeia ziehen zu lassen.

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Nach ein paar Meilen unter Motor frischt der Wind wieder auf und der Gennaker kommt wieder zum Einsatz. Langsam dreht die Brise über Nord nach West. Der Versuch einer Gennaker-Halse fängt gut an und der Gennaker weht vor dem Schiff aus und kippt nach Backbord. Leider bleibt die Schot am Anker hängen und das Manöver ist versaut. Also Schlauch runter, und die Halse ohne Wind erledigen. Schade eigentlich.

Bei der Anfahrt in den Fehmarnbelt schaltet sich der Wind abrupt aus. Die Schwarze Front verheißt nix Gutes. Der Gennaker wandert also zügig zurück in die Baxkiste und die letzten Meilen bis Burgtiefe schieben wir erneut per Motor. Uns treffen nur wenige Tropfen.

In Burgtiefe passiert dann das Unheil! Im Grill sind die Batterien leer! – Das durfte nicht passieren. Wir improvisieren also ein anderes Essen und zapfen unser Flens-Fass an. Wenigstens das läuft!

Jul

28

Wir starten unter Vorsegel mit Ziel Bagenkop. Bald schon entscheiden wir uns das Groß mit Reff 1 dazu zu nehmen. Unser Kurs geht genau gegen den Wind.

Schon in der Förde müssen wir 5 Wenden fahren und schaffen es gerade so am Sperrgebiet vorbei Richtung NO. Die Welle ist gleichmäßig aber nicht Ohne. Da dreht sich schon mal der eine oder andere Magen in die verkehrte Richtung.

Wir fahren große Kreuzschläge und verlängern den Weg nach Bagenkop auf 45 sm. Bernd steht die Konzentration am Ruder ins Gesicht geschrieben, als er versucht so hoch wie möglich am Wind die Reisegeschwindigkeit von 5kn zu halten.

Da wir erst gegen 19:15 Uhr fest sind, entscheiden wir uns für die schnelle Küche. Die vorherige Crew hat uns Spaghetti und Tomatenstücke da gelassen. Dazu etwas Salat und das Menü steht.

Der Abend wird kurz. Die Crew ist müde…

 

 

Jul

27

Nachdem wir gestern per Bahn und Auto angereist sind, haben wir direkt den Bauch der Cassiopeia mit Gepäck und Proviant gefüllt uns sie für die nächste Reise klar gemacht. Heute gönnen wir ihr trotzdem noch einen Tag Pause. Im Hafen pfeift der Wind durch die Takelage der Yachten. Kein passendes Wetter für eine noch frische Crew.

Bernd wirft sich mutig in die unruhigen Fluten am Strand, während der Rest der Crew faul in der Plicht rumliegt. Bald schon wird Olaf nervös, weil er Beschäftigung sucht. Nur Hegi geniest die faulen Stunden ohne Aufgaben.

Nach einem Eis am Nachmittag, müssen wir dann am Abend noch erfahren, dass es beim Luzifer kein Asgaard mehr gibt. Keine gute Nachricht, aber das Essen schmeckt trotzdem…

Jul

25

Der Tag begann wie er aufgehört hatte, mit einer Runde Schwimmen für einige der Crewmitglieder. Zum letzten Mal stechen wir in See. Der Ostwind hat über Nacht mit Stärke 5 eine ordentliche Welle in der Ausfahrt der Schleimünde aufgebaut. Obwohl wir nur für einige Minuten mit dem Motor direkt gegenan dampften, wurde die Cassiopeia von über 1 Meter hohen Wellen gut durchgeschüttelt. Nachdem wir die Segel gesetzt hatten und gen Süden fuhren, merkten wir die nun seitlich einlaufenden Wellen nun weniger und freuten uns über 7 Knoten Fahrt. Dank der sicheren Crew, konnten wir sogar mit Butterfly in die Förde einlaufen.

Das bekannte rückwärtige Anlegemanöver in die Box gehörte allerdings nicht zum Erfahrungsschatz der Crew. Durch die vielen schönen Ankerbuchten, die wir auf unserer Fahrt vorgefunden haben, konnte die Crew aus der Vergangenheit nur ein Päckchenmanöver vorweisen. So fand beim Einlaufen die Luvleine den Poller nicht, doch ein weise in Bereitschaft gehaltener Fender hielt uns in Position. Ein weiterer Wurfversuch und auch diese Leine saß, so schnell können tolle zwei Wochen zu Ende gehen.

Noch am Abend verabschiedeten wir die nächsten zwei Crewmitglieder. Am Freitag steht das groß Reinemachen an, bevor die Cassiopeia am Abend bereits von der neuen Crew besucht wird und die nächsten Abenteuer erleben darf. Wir verlassen sie für dieses Jahr und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Jul

24

Schon früh wurde der Anker gehoben und wir machten uns auf in die immer wieder tolle Bucht von Maasholm. Zuerst unter Motor, da der Wind gar zu schwach war. Schon nach einigen Meilen erwachte aber auch er und wir wurden vom Gennaker sanft gen Westen gezogen. Ein Traum wie wir trotz nur 3 Windstärken an vielen Booten vorbei zogen und schon kurz nach Mittag den Anker in der (bereits vollen) Bucht hinter Maasholm warfen.

Dort begann der Badespaß aufs neue und auch die Stadt mit ihrem schönen Töpferladen ließen wir uns wieder einmal nicht entgehen. Das Banana-Boo kam an diesem Tag noch einmal des Öfteren zum Einsatz.

Landgang

Landgang

Badespaß

Badespaß

 

Jul

23

Heute gab es ein auf und ab der Gefühle, da wir zuerst mit schönem Wind aus Faaborg gen Aeroskobing laufen konnten. Im Laufe des Tages dann aber doch zum Motor gezwungen wurden. Kaum wurde der Anker geworfen, ging es auch schon an den Aufbau des Beibootes und ins Wasser. Nach einem ausgiebigen Badespaß, wollten wir nun nämlich die, nach Reiseführerhinweisen so schöne, Stadt Aeroskobing anschauen. Es wurde bereits besprochen, in welchen Gruppen wir an Land fahren als uns auffiel, dass die Bordtoilette ein Problem hatte. Es lief kein Wasser mehr aus – so schnell kann die Stimmung dahin sein.

All unsere Bemühungen halfen nichts, uns blieb nur den Landgang abzubrechen und nach Marstal zu laufen, wo eine Abpumpanlage unsere letzte Hoffnung war. Anker gelichtet, Motor an und am frühen Abend ging es noch weiter durchs enge Fahrwasser zur uns von der Hinfahrt bekannten Durchfahrt von Marstal. Auf den ersten Blick war der Hafen brechend voll, 5er Päckchen wurden zu Hauf gesehen. Der nette Hafenmeister lotste uns passenderweise zur Tankstelle, die noch nicht belegt war, nun aber wohl voll gemacht werden sollte. Etwas enttäuscht wirkte er als wir ihm ankündigten nur an die Absaugstation zu wollen.

Nach einigem hin und her hatten wir unser Ziel aber erreicht, die Toilette war frei. Schnell ging es also wieder aus dem Hafen und an einen schönen Ankerplatz, wo wir nun mit einem besseren Gefühl den Tag am Grill ausklingen ließen.

Abendstimmung

Abendstimmung

Jul

22

Wir machen uns auf nach Faaborg, wo wir aus vergangenen Jahren um einen guten Segelmacher wissen. Dessen Dienste müssen wir dieses Jahr allerdigns nicht in Anspruch nehmen, wir können der Crew nur von vergangenen Fehlern erzählen und die schöne Stadt noch einmal unter anderen Vorzeichen genießen.

Wettertechnisch müssen wir nun aber durch unseren Regentag, zwar trifft der spät am Vormittag einsetzende Nieselregen uns bei nur 20SM auf dem Wasser nur wenig. Der Landgang aber, das kann man nicht anders sagen, fällt sehr nass aus. Wir schauen dafür umso öfter in verschiedenen kleinen Geschäften um und die bunten Häuser leuchtem trotzdem fröhlich.

Faaborg

Faaborg

Begeistert sind wir vom Pausenhof einer dänischen Schule, der neben einer Halfpipe auch einen Parkour Bereich bietet, und von der Auswahl im Båd og Motor Laden beim Hafen. Leider benötigen wir gar nichts für Reperaturen oder Ersatzteile ;) , hier hätte uns aber sicher geholfen werden können.

Jul

21

Sektfrühstück

Sektfrühstück

Nach einem gemütlichen Sektfrühstück, nun mit neuer Crew, fahren wir gen Süden, wobei diese nicht geschohnt wird. Direkt am zweiten Segeltag fahren wir bei konstanter 5 aus West, wobei die Böen auch die 6 erreichen. Beständige Beteuerungen, dass eine Yacht kentersicher ist, lassen bei Teilen der Crew den Grusel langsam der Segelfreude weichen.

Segelspaß

Segelspaß

Fast 30 Semeilen fahren wir mit knapp 7 Knoten, so dass wir unser Ziel die Helnaes Bugt früh erreichen. Dem Badespaß stehen allerdings eine große Zahl an Quallen entgegen, so dass eine Katzenwäsche auf der Badeplattform ausreichen muss.
Dem Wetterbericht können wir allerdings vertrauen, so dass uns pünktlich um 18 Uhr ein wolkenloser Himmel mit Sonnenschein erwartet. Durch die hohen Bäume vor unserem Ankerplatz liegen wir perfekt geschützt und schmeißen den Grill an. Bei Gin-Tonic lassen wir den Geburtstag eines Crewmitglieds stilecht ausklingen.

Jul

20

Nachdem wir gestern schon ein neues Crewmitglied begrüßt hatten, mussten wir heute zunächst drei Crewmitglieder verabschieden. Ein Teil der Abgänger und das Gepäck wurden mit dem Banana Boo zum Bahnhof in Kolding gebracht.

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Die neuen Crewmitglieder ließen allerdings auf sich warten – sie standen mit dem Bus im Stau! Schlussendlich konnten wir die letzten zwei Crewmitglieder begrüßen und Banana Boo konnte den Rückweg antreten – dieses Mal kam es allerdings aufgrund des Windes an seine Grenzen und musste sich zum ersten Mal beweisen. Nachdem sich alle wieder an Bord eingefunden hatten, bretterten wir mit ner 5 aus Südwest, nur mit dem Vorsegel, aus dem Kolding Fjord hinaus. Die neue Schräglage und der Wind waren für die neuen Crewmitglieder anfangs gewöhnungsbedürftig, doch das verging schnell. Auf der Suche nach einem Ankerplatz, kamen wir dem Ufer einige Mal gefährlich nah und mussten immer wieder unsere Position ändern. Schließlich entschieden wir uns, in den Yachthaften Middelfart einzufahren. Während der gesamten Fahrt, hatten wir gutes Wetter, doch das Wetter änderte sich plötzlich bei der Anfahrt in den Yachthafen Middelfart. Es regnete wie aus Eimern! Schnell wurden die Regenjacken verteilt und ein Liegeplatz gesucht – alles wurde ruckzuck festgezurrt und gesichert und wir verschwanden schnell unter Deck, um uns auf den Schreck erstmal ein Bier zu genehmigen!

Jul

19

Schon fast unter Gennaker können wir den Anker lichten und freuen uns, nach dem Ableger Schluck gemütlich aus dem Vejl Fjord schweben zu können. Schon nach wenigen Seemeilen aber verlässt uns der Wind, sodass wir gezwungen sind, den Motor zu bemühen. Er brummt los und stört so manches Vormittagsschläfchen an Deck.
Nicht lange dauert es, dann zeigt sich der Wind doch wieder und wir setzen Groß und Genua. Ruhe… Man wird es kaum glauben, jedoch wiederholt sich das Spiel mit Motor, Segel und ständig ab-/zunehmendem oder auch mal drehendem Wind noch bis wir schließlich in unserem Wechselhafen Kolding einlaufen. Immerhin hält uns der rege Verkehr auf dem kleinen Belt auf Trapp und wie genießen die ständig wechselnden Aussichten auf ganz, ganz moderne oder ganz, ganz schöne andere Häuser, die die Ufer links und rechts säumen.
Dieses Mal machen wir im koldinger Südhafen fest und stellen fest, dass es hier echt ganz nett ist. Den Weg zur Abholung des ersten ‘neuen’ Crewmitglieds bestreiten wir teils zu Fuß entlang eines schönen grünen Fußweges, teils mit dem Banana-Boo, welches stilecht anschließend zum Gepäcktransport benutzt wird.
Wir schließen den Abend mit einem Begrüßungsgrillen in der Abendsonne ab. So lässt es sich aushalten…

Jul

18

18.07.2019
Von der Sonne wachgeküsst
Am 6. Tag unseres Segel-Törns wurden wir morgens von wärmenden Sonnenstrahlen geweckt – endlich das lang ersehnte Sommerwetter! Wir waren von diesem außergewöhnlich guten Wetter so begeistert, dass wir direkt nach dem Aufstehen ein Bad im Odense-Fjord nahmen. Doch der Morgen wurde noch besser – es gab ein Frühstück mit Rührei an Deck! Bei maximalem Sonnenschein, aber totaler Flaute fuhren wir mit dem Motor aus unserer liebgewonnenen Bucht. Der Bug der Cassiopaeia wurde kurzerhand in ein Sonnendeck umfunktioniert, auf dem sich die Crew mit Wassermelone erfrischte. Durch die Hitze übermütig geworden, wagte ein Crew-Mitglied den freien, ungesicherten Sprung ins Meer – ein selten gruseliger Momement, wenn man sieht, wie das Boot, auf dem man sich vorher noch befunden hat, davonfährt und einen im weiten Meer zurücklässt. Nach einer erfolgreichen Bergungs-Übung ließ sich das Crew-Mitglied noch am Fender am Boot hinterherziehen – ein endloser Wasserspaß!
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Ein weiteres Highlight des Tages war die Beobachtung eines Schwarms von Schweinswalen, die uns immer wieder in ihren Bann ziehen. Unseren Schlafplatz fanden wir – zum dritten Mal in Folge – in einer schönen Ankerbucht. Dieses Mal schlummern wir im Vejl Fjord auf spiegelglattem Wasser.

Jul

17

Planung und Realität klaffen manchmal auseinander – wie an diesem Segler-Tag. Unser Plan, möglichst früh nach Odense reinzufahren, um früh auf Stadterkundung zu gehen, scheiterte an einem kaffeetrinkenden Brückenwärter. Um die Brückenöffnung um 8:30h abzupassen, sind wir extra früh (6:30h) aufgestanden. Vor der Brücke angekommen, mussten wir feststellen, dass der Brückenwärter seinen Posten schon zur ersten Frühstückspause verlassen hatte. Die männlichen Crew-Mitglieder beschlossen, das Boot bis zur nächsten Brückenöffnung für zwei Stunden zu hüten und sich mit Snacks bei Laune zu halten, während die Odense City Girls erste Besorgungen erledigten. Nachdem wir im Hafen von Odense eine riesige Box für unsere Cassiopeia gefunden hatten, konnten wir die Stadt erkunden.
Besonders reizvoll war die Jansen Gasse, in dem das Geburtshaus des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen steht. Über das Stadtgebiet verteilt fanden wir unzählige Skulpturen, die Szenen aus seinen Märchen darstellen („Das hässliche Entlein“, „Die kleine Meerjungfrau“, etc.). Nach einem entspannten Stadtbummel mit Kaffeepause in einem hippen Café machten wir uns hungrig auf die Suche nach einem Pölser. Zu unserer großen Enttäuschung war der mobile Hotdogstand bereits weitergefahren, weshalb wir auf einen anderen Imbiss ausweichen mussten. Gesättigt und zufrieden folgte schließlich ein Nickerchen im Park – das frühe Aufstehen steckte uns noch in den Knochen. Anschließend statteten wir noch einer einladenden Streetfood Halle einen Besuch ab.
Gegen Abend fuhren zurück in unsere Bucht beim Odense Fjord (diesmal war auch der Brückenwärter pünktlich vor Ort) und beschlossen den Tag bei einem Gin Tonic im Sonnenuntergang. Der tiefrote Vollmond lockte dann alle kurz vor dem Schlafen noch einmal aus der Koje.

Blutmond

Blutmond

Jul

16

Rasmus meinte es beim Ablegen in Kerteminde wieder einmal nicht gut mit uns. Eine dicke, dunkle (!) Wolkendecke begrüßte uns auch an diesem Morgen. Auch das super-sanfte Ablegemaöver mit der Kraft des Windes aus dem Päckchen konnte uns da zunächst nicht versöhnen. Das bekam Rasmus direkt durch unsere dreiste Verweigerung des Nuss-Ablegers zu spüren. Der weiße Port hatte ihn an den ersten beiden Tagen leider wohl etwas verstimmt – er wurde nicht gut angenommen. Nur der Nuss-Schnappo, den es am Vortag gegeben hatte, hatte wie beschrieben auch zumindest am Nachmittag seine Wirkung (i.e. Sonne) gezeigt. Naja. Das gute Wetter hatte ja nun gestern nicht besonders lang angehalten. Selbst Schuld. Heute gab es also erst einmal keinen Nöt-Schnappo für Rasmus. Wir hatten es satt mit diesen Wolken und dem kühlen Wind.
Nach halbtägiger eisiger Bedenkzeit aber sah Rasmus es schlißlich ein und gab auf – klar: damit er morgen wieder in den Genuss des Schnappos kommen würde. Hatten wir uns vormittags schon darauf eingestellt, uns für diesen Törn noch lange Unterwäsche zuzulegen, schien plötzlich von einem nahezu wolkenlosen Himmel die warme Sonne auf uns hinab. Kurz entschlossen änderten wir unsere Pläne, nach Aarhus zu fahren, und machten uns – sanft vom Genaker gezogen – gen Odense auf. Aus der kurzen Badepause im Odense Fjord wurde genauso spontan ein Ankern über Nacht, Baden und Landausflüge inklusive. Die Quallen konnten uns nicht abschrecken.
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Jul

15

Nachdem wir Rudkobing bei bewölktem Himmel verlassen haben, erwartete uns eine frische Überfahrt nach Kerteminde.
Eingepackt in warme Winterjacken und Mützen fuhren wir unter der Großen Beltbrücke hindurch – ein imposantes Bauwerk aus massivem Beton, unter das unsere Cassiopeia gerade so durch passte. In Kerteminde angekommen musste die Crew zum 1. Mal ins Päckchen gehen – die Liegeplätze am Hafen waren alle vergeben. Die Crew managte dieses neue, aufregende Manöver mit Bravur. Etwas durchgefroren brachen wir anschließend zu einem Stadtrundgang auf. Der Ort überraschte uns mit bunten Häusern, von Stockrosen gesäumten Straßen und einer schmucken Kirche in dänischer Backsteingotik. Der betörende Geruch lockte uns zum Vaffelus, in dem wir in den Genuß von dänischem Softeis in selbstgebackenen (frischen!) Waffeln kamen – die kleine Portion Eis war überraschend gigantisch! Auf dem Rückweg zum Anleger erledigten wir kleinere Einkäufe (bei dem der bekannte dänische Joggi Trinkjoghurt natürlich nicht fehlen durfte!) nicht in dem schwarzen Hundenetto (diesen gibt es schließlich auch bei uns), sondern in dem lokalen Super Brugsen. Den Tag beschlossen wir am Abend mit einem Grillen im Sonnenuntergang, weshalb der obligatorische dänische Hotdog (den wir natürlich immer noch auf unserer to-do Liste haben), erstmal aufgeschoben wurde. Schön war es hier am Hafen in der Abendsonne.

Jul

13

Nachdem der gestrige Anreisetag nach einer wahren Odyssee mit der DB (Unwetter, techn. Störung, Zugausfall) überstanden war, konnte die neue Crew an Board der Cassiopeia gehen. Am Abreisetag mussten noch einige Einkäufe erledigt werden: süße Fische, zappelnd frische Schollen und Zahnseide. Auf dieser Reise sollte uns ein neues Beiboot begleiten – das Banana Boo(t), der Schrecken der Meere!

Banana-Boot

Banana-Boot


Zwei Crewmitglieder waren auf heißen Reifen Richtung Kappeln unterwegs, um drei Minuten nach Ladenschluss noch ein Ersatzteil für’s Boo zu besorgen – gerade rechtzeitig schloss sich die Klappbrücke für ihr Auto wieder. Ein Crewmitglied wagte sich wagemutig in schwindelerregende Höhe auf den Mast, um den neuen Radarreflektor anzubringen. Vor dem Aufbruch wurden wir noch vom 7. Crew-Mitglied mit Fischbrötchen und Erbsensuppe verpflegt, sodass wir gut gestärkt in See stechen konnten. Herzlichen Dank dafür!
Mastklettern

Mastklettern


Mastklettern

Mastklettern


Auf der Überfahrt nach Maasholm segelten wir flott bei 6,5 Knoten und erreichten unsere Ankerbucht rechtzeitig zum Anbaden und Boo-Fahren im Sonnenschein. Mit genussvollen prickelnden Getränken wurde das neue Boo gleich auf einer Spritztour ausprobiert. Außerdem wurden fachmännisch Segelknoten geübt, die Schollen gebraten. Die Mission glückte – check. Ein überaus erfolgreicher 1. Tag geht zu Ende.
Maasholm

Maasholm


Schleimünde

Schleimünde

Jul

1

Da für den Nachmittag 7 Bft angesagt sind, starten wir um 9:00 Uhr zur letzten kurzen Etappe.

Bei 3-4 Bft setzen wir volles Tuch. Wenn es gestern nicht ähnlich begonnen hätte, könnten wir kaum glauben, dass es noch ungemütlich werden soll.

Schon bald frischt der Wind auf und wir nehmen das Groß weg, um es noch einigermaßen ordentlich auf den Baum legen zu können.

Eine gute Entscheidung, denn wir kreuzen nur mit Vorsegel zügig in die Förde. Mit den Wolken kommt der Wind und bald auch der Regen, der sich schnell in Hagel wandelt und genau so schnell wieder der Sonne Platz macht. – Ein komisches Wetter.

Wir fahren unseren letzten Anleger gegen Mittag und lassen den kurzen Törn mit einem Süppchen an Bord ausklingen.