Apr

30

Für heute ist Flaute angesagt und anscheinend dafür für die nächsten Tage umso mehr Wind. Wir entscheiden uns nicht in Wismar in den Mai zu tanzen sondern stattdessen zurück Richtung Fehmarn zu fahren. Trotz der Fahrempfehlung des Hafenmeisters bleibt Louise etwas im Fahrwasser hängen. 40 cm mehr an Tiefgang machen sich eben bemerkbar. Bei schönstem Sonnenwetter setzen wir vor dem Hafen Segel und kommen mit leichter Brise voran. Leider schläft die Brise nach zwei Stunden ein und wir müssen den Motor zur Hilfe nehmen. Dafür erwacht bei der Cassiopeia Crew die Partystimmung. Als Highlight begleiten uns dabei etliche Schweinswale. Die mit ihren Sprüngen manchen Jubelschrei auslösen und die geballte Foto und Videoausrüstung an Deck bringen.vs190505-002

Die Louise wird dabei mehrfach umrundet, es scheint fast so, als ob die Schweinswale ihre Freude daran haben zu zeigen, dass sie viel schneller sind.

Nach dieser Vorstellung frischt der Wind sehr schnell wieder auf und wir kommen mit rauschender Fahrt in Burgtiefe an.

Zu später Stunde macht sich Louise mit Unterstützung vom Cassiopeia Skipper noch zu einer kurzen Nachtfahrt auf. Mit zwei Taschenlampen suchen wir die Fahrwassertonnen und holen Piotr  in Burgstaken standesgemäß ab. Zurück am Liegeplatz können wir mit einer Flasche Bier auf den 1. Mai anstoßen. Einige Mitsegler haben es sogar noch  geschafft ein Lokal mit Livemusik zu finden und dort in den Mai zu feiern.

Apr

29

Für morgen ist Flaute angesagt. Der heutige Plan, nach Neustadt zu segeln könnte für morgen viele Stunden unter Motor bedeuten. Wir entscheiden uns daher um und legen als Tagesziel Timmendorf auf Poel fest.

Die Maria wirft zuerst die Leinen los und baut schon mal einen kleinen Vorsprung auf. Später folgen Cassiopeia und Louise und setzen gemeinsam im Binnensee die Segel. Bei wenig Wind stehen wir mehr, als dass wir segeln. Mit nahezu gleicher Geschwindigkeit dümpeln wir vor uns hin. Louise nimmt gemütlich die Führung ein.P1080493-kl

Von Bord der Louise beobachten wir, wie Gerd hinter uns den Kurs ändert und langsam Fahrt auf ein Windfeld aufnimmt. Das sieht nach einem Angriff aus. Wir tun es ihm gleich – die Regatta ist eröffnet.

Der Wind nimmt kontinuierlich zu und die Schiffe nehmen Fahrt auf. Der Abstand zwischen Louise und Cassiopeia bleibt nahezu konstant, obwohl die Louise mit über 10kn auf der Logge durchs Wasser jagt.

Der Blick aufs GPS holt uns auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Logge lügt. Wir machen 7,5 kn Fahrt über Grund. Egal! Wir richten uns weiter nach der Logge. Das ist ein sehr gutes Gefühl.

Bei voller Fahrt bekommt die Louise Besuch. Ein Schweinswal scheint Langeweile zu haben und begleitet uns ein Stück des Weges. Es ist doch immer wieder schön, die Tiere zu beobachten.

In Timmendorf liegen die 3 Schiffe in benachbarten Boxen. Das Wasser ist sehr flach. Als wir nach dem Besuch des Italieners zurück an Bord kommen, ist das Wasser noch etwas gefallen und es ist wenig Bewegung im Schiff. Wir haben das Schiff wohl sicher abgestellt.

Anlegen in Timmendorf

Anlegen in Timmendorf

 

 

Apr

28

Als heutiges Ziel steht Großenbrode auf dem Plan. Da Piotr für 2 Tage von Bord gehen muss, und von dort eine gute Bahnverbindung hat, belassen wir es bei dem Ziel und gönnen uns eine kurze Etappe.

Crew der Cassiopeia

Crew der Cassiopeia

Im Hafen Orth nutzen wir die guten Wetterverhältnisse um diverse Crewmitglieder an- und ablegen üben zu lassen. Danach starten wir in großen Abständen die Reise. Auf der Louise und der Maria fliegen Fender über Bord und müssen immer wieder gerettet werden. Können die nicht besser aufpassen? – Zu erwähnen wäre an dieser Stelle noch, dass die Pütz der Maria, die den Fender an Ort und Stelle halten sollte, das letzte Manöver leider nicht überlebt hat. (Kommentar des Autoren: Echte Palsteks sollten halten)

In Großenbrode wollen wir an den Schwimmstegen mit dem Heck festmachen. Die Maria fährt das Manöver noch bei recht wenig Wind ohne Probleme. Als die Louise und später die Cassiopeia rein kommen hat der Wind nochmal aufgefrischt und drückt ordentlich auf den Mast. Für Hegi und Gerd echte Herausforderungen und es braucht ein paar Versuche, bis die Schiffe sicher fest liegen.

Wir verabschieden uns von Piotr und verbringen einen schönen Abend an Bord der Maria. Das dicke Schiff ist zwar nicht schnell, bietet dafür aber viel Platz im Salon.

Apr

27

Am frühen Morgen machen sich die Maicrews aus Bonn und Hameln auf nach Laboe und Wendtorf um gegen 9:00 Uhr die Charterschiffe entern zu können. Gegen 8:00 werfen wir die Leinen der Cassiopeia los. Wir wollen das Fahrwasser zum NOK kreuzen und in Laboe festmachen um Hegi auf der Louise anheuern zu lasen und die Crews in Empfang zu nehmen.

Mit einer fetten Sperrgebietstonne mitten im Fahrwasser hätten wir nicht gerechnet. Ein vorsichtiger Blick in die Karte verrät, dass die da eigentlich auch nicht hin gehört. Wir umfahren das Sperrgebiet, an dem sich auch die Dicken Pötte vorbeidrängeln müssen und erfahren später, dass hier alte Munition geborgen wird. Die Tonnen wurden gestern erst gelegt.

In Laboe machen wir mit dem Heck am Schwimmsteg direkt hinter der Louise fest, so dass der Gepäcktransfer easy doing wird. Der Vercharterer erwartet uns schon, auch wenn er sicher nicht damit gerechnet hätte, dass der Skipper auf einem anderen Schiff anreist.

Wir bunkern Gepäck und Proviant und werfen gemeinsam die Leinen los. Vor Wendtorf treffen wir die Maria José und die Maiflotte ist komplett. Zur Schiffshochzeit wird die Magnumflasche Sekt rumgereicht – Danke Bogdan!

Unser Ziel heißt Lippe (glauben wir) und bei leichtem Wind geht’s los. Die Reihenfolge zeichnet sich schnell ab. Dieses Jahr ist die Cassiopeia anscheinend mal nicht das schnellste Schiff. Als sie sich der Louise nähert, hilft etwas Segeltrimm um die Louise an Platz eins zu behaupten. Maria reiht ihren dicken Körper am Ende ein.

Vor Lippe stellen wir fest, dass der Hinweis in den Karten: Einfahrt neigt zur Versandung leider dieses Jahr ernst zu nehmen ist. Nach 3 Versuchen gibt die Crew der Louise auf. Die Cassiopeia ist inzwischen in Rufweite und die Maria informieren wir über Funk, dass unser neues Ziel Orth auf Fehmarn heißt.

Während die Cassiopeia sich für den direkten Kurs unter Motor entscheidet, setzt die Crew der Louise volles Tuch und legt nördlichen Kurs an. Keine gute Entscheidung, wie sich kurze Zeit später rausstellen sollte.

Mit einem leichten Winddreher und auffrischendem Wind kann die Louise ihren Kurs korrigieren und fährt genau auf den Zielhafen zu. – Nicht lange.

Ein Gewitter zieht auf und die Böen legen das Schiff ordentlich auf die Seite. Schnell heißt es Vorsegel reffen. Dann entscheiden wir uns für Reff 2 im Groß, um anschließend das Vorsegel vollständig zu bergen und schließlich auch das Groß verschwinden zu lassen. Bei der Arbeit am Vorschiff rollen zwei ordentliche Wellen übers Deck. Da bleibt nicht viel Kleidung trocken. Ölzeug wäre vielleicht doch die bessere Wahl gewesen.

Als wir wieder auf Kurs sind, zeigt uns eine achterliche Welle, dass sportliche Schiffe mit offenem Heck nicht nur schnell sind. Mit viel Schwung rollt die Welle über das flache Achterdeck und beschert dem Rudergänger ein salzig kühles Fußbad. Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an.

So schnell das Wetter kam, ging es auch wieder und bei Flaute Motoren wir den Rest der Strecke. So konnten unsere neuen Crewmitglieder schon am ersten Tag nahezu jedes Wetter an Bord eines Schiffes erleben.

Bei Büchsenlicht machen alle 3 Schiffe in Orth fest.

Apr

26

Nachdem die Anreise zum Maitörn umorganisiert wurde, machen Gerd, Ulla und Hegi sich schon eher auf zur Cassiopeia um das Schiff am letzten Tag vor der Abreise segelklar zu machen. Jetzt sollte nichts mehr schief gehen.

Der Bulli ist bis zum Dach mit Material, Ausrüstung und Proviant beladen und als wir am späten Abend in Strande ankommen, müssen wir erstmal den Baum und die Segel aus dem Schiff räumen, um überhaupt einen Fuß in den Salon stellen zu können. Dann noch die nötigsten Taschen und Kisten an Bord und der Urlaub kann beginnen.

Nach einer ersten Nacht an Bord geht es dann ruhig los: Die restlichen Kisten und Taschen an Bord. Leere Kisten zurück ins Auto. Das Auto muss nach Eckernförde. Montage des Baums, Segel anschlagen und die Mast-Elektrik verbinden. Skipper in den Mast um Lazys und Flaggleinen anbringen und so weiter und so weiter. Dann noch das Deck schrubben und das Tagewerk ist erledigt. Das Schiff ist klar für den Maitörn!

Apr

24

Mit 3 Schiffen wollen wir in der nächsten Woche in den Mai segeln. Wir verabreden uns also am Multimarkt um gemeinsam Proviant zu bunkern. Gut, dass Andreas eine Liste mit den Erfahrungen der letzten Jahre hat. Dann brauchen die anderen Crews sich keine Gedanken zu machen. Schade nur, dass wir den Treffpunkt so ungenau definiert haben. So muss die Crew der Louise leider alleine und ohne Liste einkaufen. Wir sind sehr gespannt, was alles fehlt …

Apr

23

Als die Cassiopeia nach einem ruhigen Winter wieder ihren Weg ins Wasser gefunden hat, erhalten wir die schlimme Nachricht: Die liebe Cassiopeia hat sich den Mastfuß gebrochen. Jetzt ist eine schnelle Transplantation angesagt, denn wir wollen schon am folgenden Wochenende anreisen um das Schiff segelklar zu machen. – Doch da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das gute Teil wird vom Hersteller nicht mehr angeboten.

Wir lassen uns den gebrochenen Fuß also zuschicken und machen uns an die Arbeit: Einen passenden Aluklumpen besorgen (vielen Dank an Peter – ohne Dich hätten wir 6m kaufen müssen) und ab damit in die Fräse (vielen Dank Detlef, dass wir Deine Maschine nutzen durften und natürlich ganz besonderen Dank an Simon – das Teil ist genau richtig geworden).

Jetzt noch eine Herausforderung an den Express-Service der Post und wir können das Osterwochenende nutzen.

Die Post hat mitgespielt, aber jetzt hat uns der Mastenkran der Werft im Stich gelassen. Jetzt wird’s zeitlich langsam eng.

Nach Ostern kommt dann endlich die erhoffte Nachricht: Der Mast steht!!!