Okt

26

Direkt vor der Hafeneinfahrt von Maasholm setzen wir Segel und fahren mit vollem Tuch ins Fahrwasser Richtung Schleimünde. Der Wind bläst um 4Bft. Das ist mehr als wir erwartet haben und die Richtung passt. Nach einem einzigen großen Schlag fahren wir direkt auf Damp zu.

Im Hafen von Damp machen wir hinter den Pfählen längsseits am Steg fest und gönnen uns eine warme Mahlzeit zum Mittag. Leere Häfen sehen trostlos aus.

Als wir weiter wollen trennen sich unser Wege. Wir setzen Thea an Land aus und machen uns mit verkleinerter Crew auf zur letzten Etappe nach Strande.

Thea chartert einen Bus nach Eckernförde um unser Auto zu holen. Der Busfahrer ist jetzt bestens informiert, dass wir Thea ausgesetzt haben und Thea kennt im Gegenzug seine Lebensgeschichte.

Nahezu gleichzeitig machen wir in Strande fest. Wir möchten Thea an der geschlossenen Tanke wieder an Bord nehmen. Warum mag sie nicht?

Bevor es dunkel ist, hat Cassiopeia sich schon ihrer Kleider entledigt und bereitet sich auf den Winterschlaf vor.

Wir machen uns auf den Weg zur Nahrungsaufnahme und landen im Mövenschiss. Keine schlechte Wahl.

An Bord öffnen wir die letzte Flasche Wein dieser Saison… – 2016 darf kommen!

Okt

25

Wir lassen den nördlichsten Punkt unserer Reise hinter uns. Ab jetzt geht es Richtung Süden. Mit 7kn lassen wir uns vom Vorsegel durch den kleinen Belt ziehen. Die Sonne strahlt von vorn genau auf das Segel. Wie sollen wir denn da braun werden? – Erst als der Skipper persönlich das Ruder übernimmt springt die Sonne neben das Schiff und sorgt für Wärme.

Wir fahren an der Flensburger Förde vorbei. – Es gab Zeiten, da hätten wir uns hier für eine andere Route entschieden.

Bei leichter Welle reisen wir weiter gen Süden und nähern uns der Schlei. Unser Tagesziel ist Maasholm. Hier waren wir schon länger nicht. – Nach einem Spaziergang entscheiden wir uns für Abendessen an Land. – Stefan wüsste was er essen würde!

Okt

24

Der Hafen von Bagenkop ist schon im Winterschlaf. Auf eine Dusche müssen wir heute verzichten.

Bevor wir losfahren bunkern wir noch Wasser. Dazu legen wir uns einfach quer in die Boxen um in Schlauchnähe zum Wasserhahn zu kommen. Wir fahren rückwärts komplett hinter den Pfählen lang bis zur Hafenausfahrt. Kein einziges Schiff behindert unsere Fahrt.

Die ersten Meilen fahren wir mit vollem Tuch mit 7kn nach Nord West. Die Wellen drücken gegen unser Heck. Mehrmals drehen wir aus dem raumschots Kurs in den Wind. Das Ruder hat keine Wirkung. Das Vorsegel muss weg.

Im Vorhafen von Marstall bergen wir das Groß und setzen nur noch die Fock. So reisen wir zügig durch die engen Fahrwasser der Dänischen Südsee. Um 15:45 Uhr sind wir fest in Faaborg. Eine völlig ungewohnte Zeit. Es ist noch hell. Wir machen einen Gang durch den Ort. Faaborg könnten wir öfter ansteuern.

 

Okt

23

Mit großer Crew starten wir in diesem Jahr zum letzten Törn in Richtung Winterlager. An Bord sind Gerd, Thea, Hegi, Captain Blaubär, Theo und ein ostasiatisches Kampfkaninchen. – Der pummelige Fender kugelt auch noch an Bord rum.

Pummel & Friends

Pummel & Friends

Als wir in Eckernförde die Leinen los werfen strahlt die Sonne am Himmel. Mit achterlichem Wind geht es durch die glatte Förde. Unterwegs steigert sich die Welle und unterläuft das Schiff von achten. Mit wenig Druck auf dem Segel bekommen wir ordentlich Bewegung ins Schiff. – Das muss doch nicht sein!

Unser Kurs führt immer gerade aus nach Bagenkop auf Langeland. Es sind kaum Schiffe in Sichtweite, so dass der elektrische Rudergänger die meiste Arbeit erledigt.

Als wir den Hafen erreichen erledigen wir wie immer nahezu wortlos die notwendigen Handgriffe. Fender anbinden, Leinen belegen und die Positionen besetzen. Gerd steuert die Cassiopeia durch die Pfähle. Thea kümmert sich um die Achterleinen. Per Handzeichen übermittelt Hegi die Distanz zur Pier an den Skipper bis er mit den Vorleinen an Land springt. Als die Leinen fest sind hören wir Applaus vom Balkon eines Ferienhauses. “So ein schnelles Anlegemanöver haben wir ja noch nie gesehen – und so leise. Sonst gibt es immer Schreierei.” – Wir überlegen kurz, was das bedeutet. Haben wir uns nichts mehr zu sagen?

Passend zur Jahreszeit zaubern wir uns eine Kürbis-Ingwer-Suppe und einen Kartoffel-Butternut-Salat mit Apfel und Pilzen. Veganes Essen an Bord der Cassiopeia!

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Und der Skipper sagt: “Der Suppentopf kann heute Nacht draußen stehen. Im Kühlschrank ist es auch nicht wärmer!”