Aug

31

Es regnet und dieser Zustand wird sich bis weit in den Tag hinein nur selten ändern.

Als heutiges Tagesziel war die Insel Samsö vorgesehen, die ein weiteres Wikingerziel auf unserer Route bieten sollte. Der Blick aufs Wetter der nächsten Tage lässt aber leider nichts Gutes erwarten. Auf Samsö zieht Wind auf. Eine gemütliche Weiterfahrt ab Samsö ist nicht zu erwarten. Wir disponieren um und entscheiden uns in den großen Belt gen Süden zu segeln. So verkürzt sich unsere verbleibende Route und wir können uns etwas mehr Zeit gönnen, den stärksten Wind abzuwarten.

Unbenannt

Für heute entscheiden wir uns für ein neues Wikingerziel: Kerteminde

Unter Vorsegel werden wir zügig durch den Regen gezogen und erreichen den Hafen gegen 20:00 Uhr.

Aug

30

Im Roskildefjord herrscht flaute. Unter Motor verabschieden wir uns von den Wikingern und machen uns auf den Weg zurück durch das verwinkelte Fahrwasser. Wir wissen jetzt, dass die direkten Fahrwasser von den Wikingern mit versunkenen Schiffen versperrt wurden, um uns die Anreise nicht zu leicht zu machen. Auch die Hügel, auf denen die Wikinger ihre Signalfeuer entzündet haben, wenn Eindringlinge wie wir auftauchten, können wir jetzt eindeutig identifizieren.

Moderne Wikinger

Moderne Wikinger

Heute haben wir mehr Glück an der Brücke. Etwa fünf Minuten nach unserer Ankunft wird sie geöffnet und wir können zusammen mit mehreren anderen Booten passieren.

Als wir die Nordküste von Seeland erreichen, sind die Wellen von vor zwei Tagen einer leicht gekräuselten Wasseroberfläche gewichen. So mögen wir das. Wir setzen den Gennaker und segeln gemütlich durchs Kattegat gen Westen.

Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir Odde Havn. Eine gute Zeit für einen Spaziergang durch den kleinen Ort. Unterwegs müssen wir feststellen, dass insbesondere die Straßen, die nicht mit einem Sackgassen Schild gekennzeichnet sind, ein jähes Ende finden. Wir schlagen uns durch die Wiesen und erreichen so wieder kultivierte Wege.

Aug

29

In Roskilde verbringen wir einen Tag an Land. Wir besuchen die Wikinger und bewundern ihre Schiffe, die bereits um 1000 gebaut mit mehr als 15kn und bis 60 Grad am Wind segeln konnten.

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Am Handelsplatz bieten wir unsere leeren Bierflaschen an und machen gute Geschäfte:

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Wir besuchen den gewaltigen Dom und sehen uns die ehemalige Hauptstadt von Dänemark an.

Erneut versorgt mit frischem Fisch, wird gegen Abend der Grill an Bord aktiviert.

Welle

By hegi

Aug

28

Als wir Gilleleje verlassen hat sich nördlich von Seeland eine beachtliche Düngung aufgebaut. Die Welle ist lang und hoch, sodass die Cassiopeia sich in regelmäßig unregelmäßigen Zyklen auf und ab bewegt und mit dem Bug weich in die Wellen eintaucht. Die Crew zeigt erste Ausfallerscheinungen.

Wir kreuzen fünf Stunden vor Seeland, bis wir die Einfahrt in den Roskildefjord erreichen. Hier wird das Wasser gleich ruhiger. Das Fahrwasser schlägt diverse Haken und wir sind damit beschäftigt, die Segel in der richtigen Stellung zu halten. Wir erreichen die Klappbrücke von Kronprinz Frederik mit weniger als 5 Minuten Verspätung. Trotzdem beobachten wir, wie sie vor unserer Nase geschlossen wird.

Jetzt heißt es 30 Minuten warten. Wir machen die Cassiopeia mit einer Vorleine an einem Pfahl fest und harren der Dinge, während es in der Kombüse langsam anfängt lecker zu riechen. Als wir die Brücke passiert haben, gibt es mediterranes Wikingermahl im Sonnenuntergang.

Mit zunehmender Dunkelheit wird die Navigation anspruchsvoller. Das Fahrwasser ist spärlich betonnt und die Reflektoren haben sicher auch schon mal bessere Tage gesehen. Im dunklen Hafen drehen wir noch zwei Kringel durch die Hafenbecken bis wir einen schönen Platz für Cassiopeia finden.

Aug

27

Als wir (einer nach dem anderen) die Augen öffnen, regnet es über der Insel Ven. Kein Wetter, das zu großen Taten einlädt. Thäa kauft den kleinen Bäcker leer und lässt noch eine Bestellung da, die sie in einer Stunde abholen kann. Haben wir so großen Hunger?

Die Wettervorhersage behauptet, dass der Regen uns gegen Mittag verlassen wird. So macht sich ein Teil der Crew in voller Montur auf , den Ort zu erkunden, während ein anderer Teil die Geborgenheit seiner Koje vorzieht.

Wie versprochen legen wir dann trocken ab. Vor dem Wind überlegen wir kurz, den Gennaker zu setzen, doch als der “Rüssel” montiert ist, stellen wir fest, dass wir wohl nur in einer kleiner Flaute unterwegs waren. Wir beschleunigen unter Vorsegel auf mehr als 5kn.

Auf Höhe von Helsingör machen wir uns klar zum Gefecht. Wir zeigen die historische Wahrheit bzgl. der Eroberung der Festung, während wir dem Fährenrudel ausweichen.

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Auch der Pummelfender will kräftig mitmischen.

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Wir machen in Hägis Hafen fest. Aus Erfahrung wissen wir, dass hier besonders frischer Fisch angeboten wir. Wir decken uns reichlich ein und es gibt ein Festmahl an Bord.

gille

Aug

26

In der Nacht steht der Wind genau vor der Hafeneinfahrt und drückt gegen unser Heck. Die Cassiopeia zerrt und ruckt wie eine nervöse Zicke an ihren Leinen. Am Morgen zeigt die Windex 6Bft im Hafen und auch der Blick über die Mole lässt nichts gutes erwarten.

Als wir ablegen verlassen zwei dänische Marinesegler mit uns den Hafen. An Bord herrscht Zucht und Ordnung! Wir überlegen kurz den Adenauer zu verneigen um die Jungs in Aktion zu sehen, haben dann aber doch Erbarmen.

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Vorm Hafen stellt die Welle sich doch harmloser dar, als wir erwartet hatten und wir lassen uns vom Vorsegel gen Norden ziehen. Einige Wellen unterlaufen unser Schiff und lassen uns einige Sekunden surfen.

Als wir Kopenhagen an Backbord liegen lassen, hat der Wind nachgelassen und das Wasser ist ruhiger geworden. Wir segeln Schmetterling genau vor dem Wind.

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Natürlich darf auch in diesem Jahr ein schwedischer Hafen nicht fehlen. Wir peilen also Kyrkbacken auf Ven an. Kurz vor dem Ziel zaubert Thea uns noch eine leckere Pfanne mit Geschnetzeltem und Gemüse, so dass wir gestärkt in die Box fahren können. Der Fischerhafen ist sehr überschaubar und es liegen nur wenige Schiffe in den Boxen. – Das wird ein schöner, ruhiger Abend in Schweden.

Aug

25

Mit vollständiger Crew geht es weiter. Wir drehen um die Achterspring aus der Lücke und lassen uns vom Wind von der Pier drücken.

Es gibt doch noch andere Kurse als am Wind. Durch die engen Passagen des Smalands Fahrwassers und des Ulvsunds lassen wir uns vom Vorsegel ziehen. Die Navigation ist anspruchsvoll und erfordert die volle Aufmerksamkeit des Rudergängers und der Tonnensucher.

Der Wind steigert sich auf gute 6Bft und zieht uns zügig durch das ruhige Wasser. Gegen Nachmittag baut sich hinter uns eine gewaltige Regenfront auf, die sich erbarmungslos nähert. Mit wenigen Tropfen zieht sie an uns vorbei.

Als wir Rödvig erreichen, lassen wir einen Fender im Hafenbecken schwimmen und machen schon wieder längsseits an der Pier fest. Hoffentlich verlernen wir die Boxenmanöver nicht.

Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang und finden diverse Lochsteine. Gärd und Hägi kürzen den Weg ab um rechtzeitig den Hafenmeister zu erreichen, während die restliche Crew die Steilküste weiter erforscht.

Aug

24

In der Nacht bläst der Wind stetig um unser Schiff. Gegen 4:30 Uhr klingt es dann jedoch plötzlich anders. Eine kräftige Böe pfeift über das Deck, gefolgt von einem pfeifenden Geräusch und lautem Klappern.

Sofort ist die Crew auf den Beinen. Der Skipper erreicht den Niedergang mit einem Schritt Vorsprung – Streber!

Durch die Böe ist das Vorsegel ausgerauscht und weht vor dem Schiff. Mit wenigen Handgriffen sorgen wir für Ruhe. Auf dem Nachbarschiff ist ebenfalls Bewegung. Man kümmert sich um seine Sprayhood. Wir schließen das Steckschott, legen uns wieder in unsere Kojen und lassen den Wind Wind sein.

Wir wollen nicht so spät ablegen, da gegen 17:00 Uhr ein Zug in Vordingborg Wikingernachschub bringt, den wir gern am Bahnhof erwarten wollen.

Bevor wir ablegen, bekommen wir noch eine perfekte Demonstration, wie man es nicht machen sollte. Eine Ausbildungscrew versucht ihre Box zu verlassen. Für uns ist nicht erkennbar, was sie eigentlich geplant hatten, als sie mit dem Anker am Pfahl hängen und mehre Versuche brauchen, sich von den Pfählen zu verabschieden. – Großes Hafenkino!

Wir starten mit Windstärke 5 unter Vorsegel. Zwischen den Inseln konnte sich keine große Welle aufbauen, so dass wir zügig voran kommen. Wie die letzten Tage segeln wir am Wind und schon bald taucht die Brücke von Vordingborg auf. Anscheinend zieht gerade jemand langsam den Wald vor der Brücke weg, denn sie wird von Minute zu Minute breiter.

Kurz vor der Brücke öffnet Petrus die Schleusen. Es regnet kleine Hunde und die Sicht wird immer schlechter. Wir befürchten gleich über die Erdkante zu fallen.

Unter Motor nähern wir uns dem Hafen und der Tiefenmesser fällt kurzfristig auf 1.40m. Wir wollen hoffen, dass es überall nur Seegras ist.

Vor der ersten Box, die wir im Hafen finden, rutschen wir sanft über den Schlick, um nach halber Einfahrt zu lesen, dass sie nur 1m Tiefe bietet. So hoch möchten wir das Schiff nicht heben.

Da der Wind inzwischen auf 6Bft aufgefrischt hat, machen wir provisorisch an einem Brückenkopf fest und erkunden den Hafen zu Fuß. Wir entscheiden uns für eine ca. 13m lange Lücke an der Pier. Das Manöver sollte beim ersten Versuch klappen …

Gegen 15:30 Uhr sind wir fest. Wir haben die ersten 111sm zu zweit hinter uns gebracht. Nun können wir gemütlich auf den Zug mit den neuen Wikingern warten. Im Zug sollten Thäa die Traumhafte und Metbruder Märten sitzen.

DSC05948DSC05949 Am Bahnhof treffen wir einen alten Freund wieder, der gemeinsam mit uns auf die Einfahrt des Zuges wartet.

Die Freude ist groß, als die neuen Wikinger aus dem Zug steigen. Die Crew ist komplett!

 

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Später streb(er)t der Skipper noch einmal hoch hinaus.

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Jetzt wird die Cassiopeia wieder von Ihren Wimpeln geschmückt.

Aug

23

Über Nacht hat der Wind stetig sein Werk verrichtet. Als der Skipper sich mit müden Augen an Deck umsieht, muss er entdecken, dass unsere Wimpel das Nachbarschiff schmücken. Die Flaggleine hat es aus Altersschwäche dahingerafft. In den nächsten Tagen muss also ein Wikinger in den Mast.

Als wir gegen 11:30 Uhr den Hafen verlassen, bläst uns eine 5 entgegen und die Welle zeigt ihre schaumigen Kronen.

Nur mit Vorsegel machen wir uns auf den Weg weiter gen Osten. Mit langen Kreuzschlägen segeln wir über den großen Belt. Vom Himmel lacht die Sonne und es geht zügig voran.

Im Norden von Lolland entscheiden wir uns unsere Kreuzschläge um die Insel Vesterby fortzusetzen. Im Schutz des Landes hat die Welle abgenommen und wir erreichen bis 7 kn unter Vorsegel. So könnte es immer laufen…

Mit 5 kn überqueren wir das letzte Flach vor Femö und bergen das Segel erst, als wir die Hafeneinfahrt bereits passiert haben. Wir finden einen kleinen Hafen vor, in dem man sich gleich wohlfühlen kann.

Mal sehen, was Rango noch für uns hat!

Aug

22

… soll unser diesjähriger Sommertörn verlaufen.

Nachdem wir auf unserem letzten Törn im vergangenen Jahr Haithabu besucht hatten, stand das Ziel des diesjährigen Sommertörns fest. Wir segeln zu den Wikingern.

Wir – das ist vorerst eine kleine Crew: Wikingerkapitän Gärd der Grauhaarige und Wikinger Hägi der Schreckhafte machen sich allein auf den Weg zum großen Abenteuer.

Als wir am Abend das Schiff erreichen, sind Gepäck und Proviant schnell gebunkert. Die Frage einer Nachbarcrew, was für ein Fest wir feiern wollen, können wir gar nicht verstehen.

Am Morgen sind noch ein paar Handgriffe zu erledigen, doch dann geht es gegen 11:00 Uhr los. – Eine Fahrt ins Ungewisse beginnt …

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Wir setzen die Segel und geben Rasmus einen ordentlichen Schluck zur Begrüßung. Der Wind weht mit 4 Bft genau in die Förde, so dass wir 3 große Kreuzschläge benötigen um das offene Wasser zu erreichen. – Auch hier ist ein direkter Kurs auf die Südspitze von Langeland nicht möglich. Wir überlegen kurz, ob wir uns für die Nordpassage entscheiden, als der Wind langsam gen Ost dreht und uns unserem gewünschten Kurs etwas näher bringt.

Bei zu- und abnehmendem Wind übern wir das reffen, ausreffen und Motor starten.

Unsere Tortellini-Ration mit Salat gegen Skorbut essen wir unterwegs und erreichen bei Cassiopeia-hell unseren ersten Zielhafen: Spodsbjerg auf Langeland.

Hier gibt es nur Angler – keine Wikinger!

Aug

12

Trotz leichtem Nieselregen war das Schwimmen eine reine Freude in klarstem Wasser.

Am nächsten Tag verschlug es uns für die letzte Nacht des Törns abermals nach Maasholm. Zwar wurde uns Schleimüde aufgrund des neu eröffneten Restaura nts wärmstens empfohlen; wir bevorzugten dann aber doch das Ankern in der Bucht von Maasholm, da wir uns ein letztes Grillen von ‚färsk Fisk‘ (der nun leider wieder schon wieder ‚frischer Fisch‘ hieß) nicht nehmen lassen wollten. Mit dem Dinghy besorgten wir diesen im brüten heißen Maasholm, bevor wir zunächst (noch einmal) dem schönen Töpferladen der Stadt einen Besuch abstatteten und anschließend zu einem Abschlussschwimmen auf die Cassiopeia zurückkehrten: Immer wieder eine Freude.

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Am letzten Abend ließen wir es uns in der Bucht wieder so gut gehen, dass der pummelige Fender, wahrscheinlich auch beeindruckt von der Präsenz vieler Vögel und Schwäne und kaum Quallen, kurzzeitig überlegte, ob er sich unauffällig einer nett aussehenden gelben Ankerboje anschließen sollte. Enttäuscht von seiner schwerfälligen Entscheidung gegen die ebenso pummelige Boje (die sich jedoch als etwas arg verwurzelt in ihren Ansichten erwiesen hatte) und für einen Verbleib bei seinem dann doch lieb gewonnenen Zuhause, kam es auf der Fahrt gen Eckernförde noch zu einen halbherzigen Fluchtversuch. Der Skipper, immer erfreut über ‚Mensch/Fender‘ über Bord Manöver, machte ihm jedoch schnell einen Strich durch die Rechnung. Zurückgekehrt und doch zufrieden erwartet er nun sehnsüchtig die nächste Crew mit Gerd, Thea, Martin und Hegi.

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Dank gutem Windes auf dem letzten Schlag in den Heimathafen kam sogar noch das farbenprächtige Exemplar des Gennaker zum Einsatz und trieb und zügig gen Süden. Nur auf den letzten Metern mussten unter Motor einer Marinebarkasse ausweichen, die Besucher vom Hafen zur Marinebasis brachte. Auch beim 3. von 3 Besuchen dieses Jahr war die Kaimauer blockiert: Dieses Mal warb die Marine um Nachwuchs. Nachdem die Crew eine gefühlte LKW-Ladung an Heißen Tassen wieder an Bord geschaffen hatte, sagte sie schweren Herzens ‚Tschüss‘ zur Cassiopeia – wenn auch (hoffentlich) nur für dieses Jahr…

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Aug

10

Heute hatten wir endlich Wind. Schön kreuzten wir nach Lyø – unser Malheur und ein unplanmäßiger Crewverlust hatten uns zuvor von diesem Vergnügen abgehalten. …und Glück hatten wir auch noch: viele der zahlreichen Boote, die versuchten es uns gleichzutun, mussten entweder in ein Sechserpäckchen gehen oder gleich wieder Kehrt machen und vor dem Hafen ankern.

Wir dagegen erkundeten den schönen Ort in der Mitte der Insel und gleich soll es trotz Bewölkung noch am schönen Sandstrand und in klarem Wasser (ganz ohne Quallen!!!)  Schwimmen gehen – Wir sind dann mal weg!

Aug

9

Es wurde gerannt, gerast und gestanden – nur, um doch noch rechtzeitig zum Crewwechsel die Cassiopeia zu erreichen. Der Stau auf den Autobahnen hatten unseren neuen Crewmitgliedern einige Probleme bei der Anreise bereitet und der volle Zug bat ihen nur noch einen Stehplatz vor der Toilettentür. Zum Glück hatte der nette dänische Busfahrer (Schienenersatzverkehr) Schoki und Getränke bereitgehalten. In Kolding nahmen die drei verbleibenden Crewmitglieder die Beiden herzlich in Empfang - mit Bier und Abendessen.

Leider gab es heute wenig Wind, dafür aber viel Sonne und da wir keine Eile hatten, kreuzten wir gemütlich gen Süden. Nachdem wir bei Windstille geankert hatten, machten wir zum ersten Mal unser Dinghy startklar – endlich. Ein weiteres Schwimmen bei strahlendem Sonnenschein blieb uns aufgrund der Quallendichte leider verwehrt. Dafür fuhren wir in den kleinen Ort Torø, natürlich um das Verlangen nach Eis zu stillen. Dieses Unterfangen stellte sich jedoch als schwieriger heraus als erwartet: Das Wasser an den Stegen war sogar für den Außenborder des Beibootes zu flach, sodass wir es kurzerhand bis zum Ufer ziehen mussten, bevor wir uns durch die Schilflandschaft in den Ort hochkämpften. Das Eis hatten wir uns nach einem anschließenden Marsch von 2 Kilometern redlich verdient. Der Weg führte uns durch weitere kleine Dörfer, die sich traumhaft entlang der Küste aufreihen.

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Während sich die Crew um den Abendschmaus (Grillen) kümmerte, setzte sich der Skipper zeitweilig in eine vorbeisegelnde Jolle ab – Jolle gegen Schnaps wurde hier fair mit einem heute Abend beinachbart ankernden Schiff getauscht (und gleich noch Tipps für den anstehenden Kroatientörn eingeholt). Wie bestellt gab es für unsere neu zusammengestellte Crew einen (schon fast zu kitschigen) Sonnenuntergang – auf der Insel grasen die Pferdchen und Sternschnuppen am Himmel.

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Aug

7

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Auch heute ratterte wieder der Meilenzähler, doch dieses Mal war dies nicht den wohlgestimmten Winden zuzuschreiben, sondern dem zuverlässigen Volvo Motor der Cassiopeia – 1-2 Windstärken konnten dann doch nicht allzu viel an Fahrt ausmachen. Nachdem die Sonne am frühen Nachmittag sich dann doch durch die Wolken gekämpft hatte, hatten wir es dem Geistesblitz des Skippers zu verdanken, dass wir kurzerhand in eine freundliche Bucht der Insel Æbelø abdrehten, um hier zu ankern – der Rest der Crew stimmte zu. Glücklicherweise hatte es sich das pummelige sechste Crewmitglied am Morgen nicht nehmen lassen, frisch am Fiskebåt für unser ‘Abendgrillen’ zu sorgen. Roedsprotte hatte er verstanden…

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Fast zeitgleich mit dem Ankerlegen begann auch schon der lang ersehnte Badespaß. Um unerwünschte Zusammentreffen im Wasser/Arztbesuche zu vermeiden, wurde jedoch zu jeder Zeit ein Mitglied der Crew zur Quallenbeobachtung (Feuer!) abgeordnet. Auch der Skipper versuchte sich mal mehr, mal weniger erfolgreich (oder beides gleichzeitig) an graziösen Hechtsprüngen.

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Der Fisk wurde fast schon meisterhaft ausgenommen, gewürzt, verpackt und auf dem Grill gegart. Ergebnis: nomnom. Es folgte ein wunderbarer Abend vor Anker mit Vino, Sonnenuntergang und Kerzenschein – bevor uns morgen leider viel zu früh zwei unserer Crewmitglieder wieder in den Ernst des Lebens verlassen müssen.

 

Aug

6

Blauer Himmel, Sonnenschein und Wind – da fliegen die Meilen an einem nur so vorbei. Die 18m der Brücke über dem Großen Belt scheinen wie immer gefährlich nahe. Zwischendurch begegnet uns eine freundliche Scholle, die lustig dicht unter der Wasseroberfläche schimmert.

  
Nach insgesamt 52 Seemeilen machen wir in Reersø fest – übrigens nur 2 Boxen entfernt von einer fast perfekt auf den Namen ‘Kassiopeia’ getauften Yacht. Die andauernde, herabbrennende Sonne hat der Crew zu schaffen gemacht. Trotzdem bringen wir die Kraft auf, eine riesige Bolognese mit heimischer Zucchinieinlage zuzubereiten.

  
Beim Tanken haben wir ein bisher fast unbemerktes, stilles Crew Mitglied entdeckt. Dieses entpuppt sich jedoch als sehr unterhaltsam – stille Wasser sind bekanntlich tief. Die Statur ist zwar pummelig und der Nutzen erschließt sich kaum. Da er bisher nicht Mitfenden durfte, sucht sich der pummelige Fender andere Betätigungen rund um die Cassiopeia. Auf dem Weg zur Dusche entdeckte er ein vermeintliches Familienmitglied und schmiegt sich zum Test einmal ganz dicht an ihn – leider entpuppt sich der Artgenosse als naturgemäß explosiv… Schnell weiter in die Dusche. 

  

Aug

5

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Nachdem uns auf dem gestrigen Törn eine ein Malheur passierte und sich ein Riss im Segel auftat, mussten wir heute einen umfangreicheren Reperaturtag einlegen. Wir fuhren deswegen direkt einen Hafen mit geeigneter Ausstatung an (Faaborg) anstatt der geplanten Ankerung vor Lyö.

Ganz nackt steht die Cassiopeia nach dem aufwendigen und reumütigen Abnehmens des Großsegels da.

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Während wir auf die Reperatur beim Segelmacher warten bleiben wir natürlich nicht untätig und reparieren gleich den Reffschlitten im Baum, der mal wieder etwas klemmt. Zum Glück passt der Arm gerade rein – und auch wieder raus. Nun läuft das Reff2 wieder etwas besser.

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Jetzt gehts gleich los zum Segelmachen und wir hoffen, dass unser Segel wieder im alten Glanz erstrahlt. Für heute Abend planen wir eine Ankernacht. Unser Grillgut will langsam auch verzehrt werden.

Aug

3

Nach der späten Ankunft der zweiten Crew am Sonntag (da gab es nur noch Fischbrötchen und ein Willkommensbier) führte uns der erste Törn in den Discounter und Supermarkt unseres Vertrauens. Einige ausgegebene Euro später hatten wir genügend Proviant, um einige schöne Tage auf dem Wasser kulinarisch genießen zu können. Im Famila wurde uns noch scherzhaft nahegelegt, das Heiße Tassen Regal doch wieder etwas aufzufüllen, da die Vorräte im Supermarkt zu Neige gingen und allseits bekannt sei, dass die Cassiopeia viele dieser Schätze geladen habe – gerne tauschten wir gegen Bier.

Einkauf

Heiße Tassen für den Famila

Bei wunderbarem Sonnenschein und Wind, der von 3 auf 4-5 auffrischte, kreuzten wir gemütlich aus der Förde, bevor es bei traumhaften 7,5kn mit Halbwindkurs gen Norden ging. Etwas unplanmäßig mussten wir auch unseren ersten Crewausfall verzeichnen und werden ab morgen leider mit 5 Personen unsere Erkundungen der dänischen Inselwelt fortsetzen.

Gleich nach der Ankunft in Maasholm suchten wir eine gute Badestelle, die wir fanden und auch gleich zu einem durchaus erfrischenden Schwimmen nutzten.

Gut versorgt aus mütterlichen Gärten im Sauerland und der Lüneburger Heide hatten wir frische (und sehr große) Zucchinis an Bord, die uns anschließend zu einem herrlichen Abendessen verhalfen. Wir freuen uns schon auf weitere schmackhafte Gerichte aus diesen gar unerschöpflich erscheinenden Quellen.

Aug

2

Wir schlafen aus; putzen, schrubben und wienern die Cassiopeia bis alles blitzt und blinkt, schließlich steht heute ein kompletter Crewwechsel an. Nach einer halben Melone auf dem Steg werden die Autos beladen und die Heimfahrten angetreten. Ein toller Törn geht zu Ende.

Nun folgen die Berichte der Crew “Frederik II”.

Aug

1

Das wäre doch nicht nötig gewesen: Wir stechen bei strahlendem Wetter zum letzten Mal in See (die Nacht hatte bitterkalte 6 Grad…) und werden vor der Kieler Förde von einem Feuerlöschboot mit Wasserfontänen begrüßt! Wir wundern uns nur kurz, denn über Kanal 16 macht aufgeregt die Kunde über das Auslaufen der “Gorch Fock” die Runde. Wir hätten sie gerne ein Stückchen begleitet, doch leider scheint ihre Sommerreiseroute zunächst gen Osten zu verlaufen. Wir genießen stattdessen die Fahrt mit viel Wind durch die Eckern Förde, lauschen den verrauschenden Funksprüchen und machen gegen späten Nachmittag an Platz C44 fest: Cassiopeia ist wieder zu Hause, ein erlebnisreicher Törn geht viel zu schnell zu Ende!

Hafenfest in Eckernförde

Hafenfest in Eckernförde