Mai

17

Ein Arbeitswochenende war angekündigt.

Der Skipper und ein Mitglied der Stammcrew wussten Bescheid. Nur Einer war völlig ahnungslos, welche Arbeiten anstehen:

Cassiopeia bekommt neue Kleider!

Erst am Donnerstag ist der Satz neuer Segel fertig geworden und Gerd hat einen Ausflug nach Stade unternommen, um sie vom Segelmacher abzuholen. Heute leuchten sie bereits in frischem Weiß am Mast der Cassiopeia.

Ein Palstek für Reff2

Ein Palstek für Reff2

Direkt nach dem ersten Kaffee haben wir Cassiopeia die alten Kleider ausgezogen und sie durch die neuen Tücher ersetzt, um sie anschließend beim Sektfrühstück auf dem Achterdeck zu feiern.

Auf die neuen Segel

Auf die neuen Segel

Nach dem Brunch geht es mit strahlenden Segeln und einem mindestens genauso strahlenden Skipper raus auf die Förde. Das Profil des 4-fach durchgelatteten Groß ist perfekt und Cassiopeia macht bei wenig Wind ordentlich Fahrt. Wir fahren höher am Wind als je zuvor und sind dabei noch schneller als alle anderen Schiffe um uns herum. Wer hätte gedacht, dass das Strahlen des Skippers noch steigerungsfähig ist?

Perfektes Profil

Perfektes Profil

Wettstrahlen mit den Segeln

Wettstrahlen mit den Segeln

Am Ausgang der Förde erwartet uns eine trübe Nebelwand, auf die wir wenig Lust haben, da wir gerade bei strahlendem Sonnenschein unterwegs sind. Kurzerhand fallen wir ab und ändern unseren Kurs Richtung nördlichem Ufer, wo wir vor Anker gehen. Aus einem Arbeitswochende wird ein ruhiger Tag in der Sonne.

Auf dem Rückweg gibt Cassiopeia noch mal alles. Mit 6 kn Fahrt lassen wir bei 8kn Wind sogar einen Spi hinter uns.

Als wir zurück im Hafen sind, haben wir ganze 10sm zurückgelegt. Man muss sich auch mal mit Weniger zufrieden geben… (das gilt allerdings mal wieder nicht für das abendliche Essen)

Mai

3

Für die Crew der Hakuna Matata ist der Maitörn 2014 zu Ende. Ein letztes Mal erweisen wir ihnen musikalische Ehren und verabschieden uns von den Jungs. Tanja bieten wir noch einen Fährservice nach Strande, wo ihre Söhne im Lazer auf sie warten. Im Fahrwasser vor Wendtorf liegt ein Baggerschiff, das für die nötige Tiefe sorgt. Wir entscheiden uns das Schiff an Backbord liegen zu lassen. Keine gute Idee – da muss erst noch gebaggert werden. Wir entscheiden uns also noch mal. 

Da wir einmal in Strande sind, versuchen wir noch schnell unseren Dieseltank zu füllen. Zur Verwunderung des Tankwarts gelingt das eher schlecht als recht, da der Tank noch fast voll ist. Nach 2 Wochen unterwegs eine gute Bilanz. 

Von der Tanke geht es mit vollem Tuch Richtung Heimathafen. Mit ordentlich Wind und wenig Welle könnte die letzte Etappe reibungslos verlaufen, wenn da nicht diese flinke gelbe Tonne wäre, die uns direkt vor das Schiff springt. Gelbe Tonnen machen keinen hellen Ton.

Im Hafen verwandeln wir unser gelb weißes Schiff mit etwas Politur wieder in eine ordentliche weiße Cassiopeia.

Gegen 17:30 Uhr legt unser Auto ab. Der Maitörn 2014 ist zu Ende!

Mai

2

Das unendliche Missgeschick eines freundlichen Mitseglers hatten wir bis heute unerwähnt gelassen. Es ist also an der Zeit das Leid des Kollegen ausgiebig auszuschlachten. STEFAN hätte das erste Ausparkmanöver dieses Törns fast fehlerfrei gemeistert. Wäre da nicht in der Nähe der Steuerbord Positionslaterne dieser böse Pfahl gewesen, der plötzlich gegen das Schiff gesprungen ist. STEFAN wäre aber nicht unser Käpt’n Iglu, wenn er außer der Vernichtung der gesamten Bordverpflegung nicht auch noch die neue Beschaffung und Montage der geschrotteten Laterne organisiert hätte. 

Von Heiligenhafen hätten wir also mit Licht nach Wendtorf segeln können. – Aber wer will das schon bei Sonnenschein?

Stefan geht ein Licht auf

Stefan geht ein Licht auf

Unter Gennaker rasen wir nach Westen um zurück zum Heimathafen der Hakuna Matata zu kommen. Dass die Cassiopeia erneut ETWAS früher den Hafen erreicht, erwähnen wir heute mal nicht.

Das kann sich ja auch jeder denken, da wir die Hakuna Matata sonst am letzten Abend nicht mit musikalischen Ehren hätten empfangen können.

Und das trotz kompletter Beleuchtung …

Als wir auf der Cassiopeia noch einige Vorsegeloptimierungsmaßnahmen durchführen, sammeln sich an Deck unseres Begleitschiffs einige Bier trinkende Fernklugscheißer, die die Sache aber auch nicht besser machen.

Fernklugscheisser

Fernklugscheisser

Bevor wir den Törn bei Marion im Haus des Kurgastes beschliessen, ist noch das obligatorische Gruppenfoto angesagt. Während Andreas noch den Selbstauslöser sucht, schläft ein Teil der Crew schon mal vor.

Maicrew 2014

Maicrew 2014

Wir hoffen auf den Tanz in den Mai mit Marion am 30.04.2015!

Mai

1

Wir werden durch aufdringliches Klopfen am Bugkorb geweckt. Während ein Teil der Crew die Geräusche einfach in die Träume integriert und weiter schläft, pellt sich der Skipper aus der Koje und greift sich die Bordkasse um dem frühen Hafenvogel das Liegegeld für die Flotte zu überreichen.

Der Wind hat über Nacht ordentlich aufgefrischt und bläst mit 5 Bft aus nördlicher Richtung. Bei leichter Welle lassen wir uns vom Vorsegel an Langeland entlang ziehen. Die Hakuna Matata ist wieder einmal vor uns gestartet.

An der Südspitze von Langeland schnippeln wir die Route indem wir am Fahrwasser kratzen. So treffen wir bald auf die Hakuna Matata. Während wir lansam vorbei segeln, wechseln wir ein paar Worte und beschießen uns gegenseitig mit den Fotoapparaten.

Treffen auf hoher See

Treffen auf hoher See

Kurz nach dem Überholmanöver lässt der Wind spürbar nach. – Zeit für unser Spaßsegel. Wir ziehen den Schlauch hinter der Genua hoch, rollen diese ein und setzen den Gennaker ohne Fahrt zu verlieren. Wir beschleunigen wieder auf mehr als 5kn. 

Kurz vor dem Fehmarn Sund wirkt der Gennaker plötzlich wie ein Bremssegel. Ohne Vorankündigung dreht der Wind. Eilig muß der Schlauch runter und mit einer spontanen Halse das Vorsegel raus. Am Wind geht es weiter mit mehr als 5kn.

Skipper müsste man sein

Skipper müsste man sein

Schon zum 2. Mal in diesem Jahr macht die Cassiopeia in Heiligenhafen fest.