Okt

21

Um unser neues Grundstück am Rande des Fahrwassers aus einer anderen Perspektive betrachten zu können, machen wir uns auf zum Leuchtturm Dornbusch, dem gestern noch die ehrfürchtige Verneigung galt. Wir genießen einen traumhaften Ausblick über die Insel und auf unser Grundstück. Die beweglichen Heuballen von Hiddensee sind keine Rinder, sondern verteilen kleine Kügelchen auf den Wiesen – mäh. Von der nördlichen Steilküste betrachten wir das erste Ziel für das kommende Frühjahr: Die Insel Mon. Nach einem Kaffee mit Amaretto und leckerem Apfelstrudel machen wir uns gegen Mittag auf nach Stralsund. Noch nie haben wir diesen Hafen bei Licht erreicht. Eine völlig neue Erfahrung! Wie immer gibt es das traditionelle Abschlussessen an Land. Ein schöner Törn neigt sich dem Ende. Morgen sind noch die letzten paar Meilen bis Breege zu fahren und dann geht wieder eine Saison zu Ende…

Waiting for the next year...

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Okt

20

Gleiche Welle, anderer Kurs! Wir brechen früh auf da wir die längste Etappe des Törns vor uns haben. Unser Ziel ist der Hafen von Kloster auf Hiddensee. Vor dem Yachthafen Hohe Düne weht eine leicht Brise. Wir setzen volle Segel und fahren zügig richtung Norden. Das große Tuch stellt sich schnell als etwas überdimensioniert raus. Nach ca. einer Stunde hat der Wind stark aufgefrischt und wir reiten über die gleiche unangenehme Welle wie vor 2 Tagen. Nach und nach wird die Cassiopeia immer luvgieriger. Das große Tuch muss runter. Unter diesen Bedingungen kein einfaches Unterfangen. Da zahlt sich ein eingespieltes Team aus. Als Gerd das Vordeck verlässt ist es triefend nass. Unter Vorsegel reiten wir die weitere Route ab. Auf der Welle surfen wir mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 10kn. So erreichen wir die Nordküste von Hiddensee bereits am frühen Nachmittag. Jetzt geht es noch durch die engen Fahrwasser der Boddengewässer.

Dornbusch auf Hiddensee

Dornbusch auf Hiddensee

Der Rudergänger (Hegi) ist einen kleinen Moment unaufmerksam und schon verneigt sich die Cassiopeia ehrfürchtig Richtung Leuchtturm Dornbusch. Wir haben unser Grundstück vor Hiddensee erreicht. Unter Vollast der Maschine mit Unterstützung des Vorsegels graben wir uns wieder aus. Wir erreichen den Hafen noch vor Sonnenuntergang.

Okt

19

Wir schlafen lang und brunchen ausgiebig an Bord. Heute ist unser planmäßiger Landtag. Wie üblich gehen wir shoppen und bei Jack klingelt die Kasse. Bei einem Besuch des Leuchtturms beobachten wir diverse Opti-Kids und Laser Segler, die sich bis weit auf die Ostsee durch die Wellen kämpfen. So manche Welle ist höher als die Kids. Warum haben wir uns eigentlich gestern beklagt? Mit Sylvia fahren wir zurück über die Warnow. Wir lassen den Nachmittag gemütlich ausklingen und zum Abend gibt es das traditionelle Steak à la Thea.

Okt

18

Als wir wach werden hören wir bereits den Wind in den Wanten und ein leichtes Tröpfeln auf Deck. Die 5 Windstärken im Hafen entsprechen der Vorhersage. Aber das wird sich ändern. Wir starten unter Motor in den Guldborg Sund. Die Brücke wird sofort geöffnet als wir uns nähern. Perfekter Start! Im Sund nehmen Wind und Strom von vorn immer mehr zu. An einigen Stellen schafft unsere Maschine unter Volllast gerade mal noch einen Knoten Fahrt über Grund.

Schietwetter

Schietwetter

So schleichen wir durch das enge Fahrwasser und der Windmesser zeigt inzwischen 7 Bft. Kurz bevor das von Netzen gespickte Fahrwasser an Breite gewinnt, wird der Maschine zu warm. Mit einem deutlichen akustischen Signal bittet sie um ein Pause. Jetzt heißt es Sturmfock raus und kreuzen zwischen Fischernetzen. Beim Versuch zu wenden reicht unsere Fahrt nicht aus um den Bug durch den Wind zu drehen. Da hilft nur noch die Halse! Später sehen wir auf dem Kartenplott wie wir schön hin und her gesegelt sind, ohne an Höhe zu gewinnen. Nach einiger Zeit dreht der Wind wie angekündigt auf SW und das Kreuzen macht wieder einen Sinn. Nach 4 Stunden sind 10 lange sm geschafft. Jetzt beginnt das Rodeo auf der Ostseewelle. Bei Wind zwischen 6 und 8 Bft hat sich eine Welle um 2m aufgebaut. Bekanntlich ist jede 7. Welle etwas höher und so rollt so manche Welle über unser Schiff und bringt dem Rudergänger und der Crew einen feuchten Gruß.



Nach 11 Stunden erreichen wir Warnemünde bei absoluter Dunkelheit. Das Fahrwasser ist perfekt betonnt. Leider so perfekt, dass es bei Einfahrt in den Yachthafen Hohe Düne zu leichten Irritationen führt. So legen wir noch einmal spontan den Rückwärtsgang ein um der Hafenmole ihre Ruhe zu lassen. Mit dem Richtscheinwerfer im Anschlag ist jedoch auch diese Hürde bald genommen und wir finden die Lücke. Wie immer legen wir rückwärts vor dem schwimmenden Sanitärhaus an. Nach einer heißen Dusche gibt’s noch eine Pizza und ein anstrengender Tag geht zu Ende.

Okt

17

Die fehlende Heizung wurde gestern Abend durch flüssigen Brennstoff ersetzt. Die Crew ist etwas angeschlagen. Dennoch setzen wir unsere Reise planmäßig fort. Es weht ein optimaler Wind für den Spi. Wir rasen durch Smalands Fahrwasser und machen schon wieder fest bevor die Sonne untergeht. In Nykobing legen wir parallel an einem Schwimmsteg an, auf dem extra für uns eine Treppe wartet, die uns einen leichtfüßigen Weg von Bord bereitet.

Stairway to Cassiopeia

Stairway to Cassiopeia

Die Sanitäranlagen sind nagelneu und die Duschen kostenlos. Das will ausgenutzt werden! Der Segelclub stellt allen Gästen sein offenes Clubhaus zur freien Verfügung. Das nennen wir Gastfreundschaft.

Okt

16

Heute haben wir uns als Ziel einen Hafen ausgesucht, den bisher keiner von uns kennt. Es geht Richtung Onsevig. Das Wetter könnte nicht besser sein. Zügig reisen wir über die Ostsee. So kommen wir schon wieder vor Einbruch der Dunkelheit an. Das stellt sich als glückliche Fügung raus. Die Ansteuerung stellt uns schon bei Licht betrachtet vor einige Rätsel. Wir finden einen sehr kleinen Hafen vor, dessen Achterpfähle aus Eisenbahnschienen bestehen, deren Kuststoff-Schutz zum Teil der Vergangenheit angehört. Es gibt moderne Elektranten mit Lampen, die sicher eine gute Ausleuchtung der Stege ermöglichen. Nur leider ohne Strom. Auch die Sauna, direkt an der Ostsee und das Plumpsklo, direkt daneben, das zu früheren Zeiten direkt in die Ostsee entsorgt hat, sind außer Betrieb.

Das gleiche gilt auch für die Navigationslichter, die eine sichere Ansteuerung bei Nacht ermöglichen sollten. Eine kühle Nacht ohne elektische Heizung steht uns bevor.

Okt

15

Als wir aufwachen strahlt uns die Sonne an und das Eis an Deck ist weg. Das gibt Hoffnung auf einen schönen Tag. Auf besonderen Wunsch von Hegi heißt unser erstes Zwischenziel heute Eckenförde. Bei Luzifer gibt es einen Kaffee und die Reise geht weiter nach Bagenkop. Der Abstecher hat sich gelohnt! Wir fahren einen perfekten Kurs um bei Windstärke 3 den Gennaker zum Einsatz zu bringen und erreichen Bagenkop noch vor Einbruch der Dunkelheit. Wie konnte das passieren?

Okt

14

Die Crew
Die Crew

Dieses Jahr startet der Törn ins Winterlager am frühen Freitag Morgen! Als wir ankommen ist das Deck mit Rauhreif bedeckt. Das könnte ein kühler Törn werden. Wir beladen das Schiff und nach dem Frühstück geht die Reise über eine spiegelglatte Flensburger Förde Richtung Damp 2000 los. Heute bleiben die Segel eingepackt.

Okt

3

Schon am frühen Morgen weht uns eine leichte Brise um die Nase. Bei Windstärke 3 legen wir ab und kommen mit Am-Wind-Kurs zügig durch die Außenförde. Im Laufe des Tages frischt der Wind noch etwas auf und wir kreuzen bei Stärke 5 durch die Innenförde genau gegen den Wind Richtung Flensburg. Wie so oft haben wir unsere Reisezeit mal wieder etwas unterschätzt. Um 17:00 Uhr ist das Auto startklar und wir machen uns auf den Weg gen Heimat. Stefan und Hegi müssen noch nach Bonn. Das wird eine lange Nacht.

Okt

2

Wie bringt man eine Crew schon am frühen Morgen zum Meutern? Die Antwort ist einfach! Man brate das Rührei mit Kürbiskernöl und serviere grüne Eier. Nachdem die ähnliche Farbe wieder aus den Gesichtern der Crew verschwunden ist, machen wir ein Crewfoto und die Reise geht los.

Die Crew

Die Crew

Reise? – Wir stehen mit gesetztem Gennaker vor Als und nix geht. Entschleunigung pur! Erst am frühen Nachmittag bläht sich das Vorsegel etwas auf. Nach ein paar Seemeilen ohne Ziel schaffen wir es mit 2 Halsen nach Wackerballig.
Sofort nachdem die Leinen fest sind, entern wir das Oberdeck des Bistros am Steg. Dort lernen wir bei einem leckeren Sanddorn-Likör die nette Bedienung Johanna kennen, die uns nach Feierabend noch für eine längere halbe Stunde an Bord besucht. Es ist unvorstellbar wie viel Distanz in einem Tablett steckt.

Okt

1

Ein langes Wochenende steht vor der Tür. Da kann die Cassiopeia nicht im Hafen liegen. An Bord sind Gerd, Hegi, Stefan, Zecke und Andreas.
Inzwischen haben wir den ersten Segeltag hinter uns gebracht. Leider wissen wir immer noch nicht, wer der Skipper ist. Es gibt ein Anti-Kompetenz-Gerangel.
Bei Sonne und wenig Wind haben wir gegen Mittag den Hafen in Flensburg verlassen. Gemütlich ging es durch die Förde und das gesteckte Ziel wechselte von Marina Minde über Sonderborg nach Horup Hav.
Nach einem leckeren Männer-Menü (Nudeln mit Soße und Salat) lassen wir es uns jetzt gut gehen.