Apr

29

28.04.2011 – Als die Cassiopeia in der Bucht von Dyvig die Leinen los wirft, weht ein leichter Wind mit Stärke 3. Wir starten mit optimalen Segelbedingungen. Schon nach der 2. Wende im Als Fjord reffen wir das Groß und später verkleinern wir noch 2 mal das Vorsegel. Trotzdem schießen wir im Als Sund noch 2-3 mal in den Wind.

Mit perfektem Timing erreichen wir Sonderborg. Die Brücke wird wenige Minuten nach unserem Eintreffen geöffnet und gemeinsam mit einer Armada von Marine Seglern erreichen wir den Stadthafen. Zeit für die berühmten Sandwiches von Sonderborg.

Nach einem ausgiebigen Gang durch den Ort gibt es Kaffee an Bord und während anschließend Sandra und Hegi ein Schläfchen in der Sonne genießen, machen Matthias, Frank und Hans-Werner sich noch einmal auf, die Gegend zu erkunden. – Als Hegi’s Telefon klingelt wird schnell klar: Die Jungs haben die Marina von Sonderborg erreicht und sind inzwischen fußlahm! Ein schwimmendes Taxi wird benötigt! – Zu zweit werfen wir die Leinen los und machen uns auf den Weg, die Crew zu bergen.

Mit voller Besatzung soll’s weiter gehen richtung Flensburg, um den Sonnenuntergang auf dem Wasser zu erleben. Die Windex zeigt 6-7 Beuafort. Wir setzen das halbe Vorsegel und lassen uns durch die rauhe See ziehen. In der Außenförde wird’s ruhiger.

Die Crew

Wir nähern uns Marina Minde mit knurrenden Mägen und es ist noch viel zu früh, um eine Fahrt durch die Nacht erleben zu können. Flensburg ist schon zu nah. – Also: Nächste Pause in der Marina Minde.  

Um 22:40 Uhr geht’s nach einem opulenten Mahl an Bord weiter in die dunkle Nacht. Die Fahrwasser Feuer leiten uns richtung Heimat und nach einer Ehrenrunde durch den nächtlichen Flensburger Hafen machen wir ein letztes mal fest.

Apr

27

27. April 2011 – 11:30 Uhr, die Cassiopeia befindet sich an N 54, 49′ / E 009, 59′  als der Ruf “Hut über Bord” das Blut zum stocken bringt. Sofort werden alle notwendigen Rettungsmaßnahmen eingeleitet, doch bereits nach wenigen Minuten verliert der Ausguck die Ortung. Die Crew gibt nicht auf. Unter Hochspannung wird die Wasseroberfläche abgesucht, während das Schiff sich wieder der Unglücksstelle nähert. Wir bleiben ohne Erfolg. Nach einer schier unendlichen Suche müssen wir den Hut der Ostsee überlassen. Mit einem förmlichen Ritual übergeben wir unseren Kameraden “Deutschlandhut” den Tiefen der Ostsee. Er ruhe in Frieden in seinem Seemannsgrab.

Deutschlandhut - Er ruhe in Frieden!

Deutschlandhut - Er ruhe in Frieden!

Deutschlandhut, Du wirst uns in ewig guter Erinnerung bleiben!

Nach einigen Sekunden der Stille kehrt wieder Alltag an Bord ein. Wir kreuzen um die Südküste von Als und segeln anschließend die Ostküste hinauf. Nach kurzer Motorfahrt entlang der Nordküste erreichen wir den Hafen von Dyvig. Nach Überprüfung der Bodenbeschaffenheit  der vorgelagerten Bucht machen wir sicher in Dyvig fest.

Apr

26

Der obligatorische Gang entlang der rostigen Müllmeile von Horuphav liegt hinter uns. Das Flens mundet und der Küstennebel rundet den Tag ab.

Die rostige Müllmeile

Die rostige Müllmeile

Apr

26

Der 1. Törn mit der neuen Crew sollte bis an die Ostküste von Als gehen. Bei mäßigem Wind haben wir uns nach einem Gennaker-Killermanöver entschieden abzukürzen und in Horuphav festzumachen.

Wir liegen längsseits am Gästesteg und lassen uns Sandras Essen in der Abendsonne munden. – Lecker!

Apr

25

April 2011: Die Cassiopeia ist nach einem Sonnentörn von Rügen über Kopenhagen rund Seeland nach Flensburg überführt und die Saison kann beginnen.

Die kleine Meerjungfrau von der Seeseite

Die kleine Meerjungfrau von der Seeseite

Der Skipper hat mit Thea das Schiff verlassen und Hegi wartet auf die nächste Crew! Jetzt sind 4 Tage rund Als angesagt und danach steht der nächste Crewwechsel zum traditionellen Maitörn an.

Höchste Zeit, einen Blog zu eröffnen, der der Welt zeigt, was die Cassiopeia erlebt.